Freie Wähler Weßling: Neuer Vorstand

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Ablöse in Weßling: Rasso von Rebay übernimmt das Amt des Vorsitzenden bei der Freien Wählergemeinschaft.

Weßling – Rasso von Rebay steht seit Mittwochabend an der Spitze der Freien Wählergemeinschaft Weßling: Einstimmig ernannten die zwölf Wahlberechtigten im Ferienhof Grünsink den gebürtigen Weßlinger und Architekten zum ersten Vorsitzenden. Damit übernahm er das Amt von Bürgermeister Michael Muther.

Die Frage, ob von Rebay auch als künftiger Rathauschef kandidiere, wehrte er ab. „Wir geben den Bürgermeisterkandidaten im November bekannt“, lautete die Antwort des 52-Jährigen, der bereits in der Vergangenheit schon einmal als Vorsitzender die Geschicke des Vereins geleitet hatte. Besonders nachdrücklich betonte er das Wort „Verein“. Denn zu den bayerischen Freien Wähler, die derzeit im Freistaat mitregieren, gehörten nur er und gerade mal eine Handvoll der 41 Mitglieder. Alle anderen seien unabhängig. „Deshalb nennen wir uns auch Freie Wählergemeinschaft Weßling“, erklärte Thomas Ostermair.

Ein bisschen Wahlkampfstimmung herrschte allerdings im Frühstücksraum des Ferienhofs aber schon, obgleich Muther vor der Stabübergabe bewusst darauf verzichtete, auf die politischen Erfolge der Wählergemeinschaft hinzuweisen. „Das sparen wir uns für den Wahlkampf auf“, begründete er sein Schweigen. „Narrisch Spaß gemacht“ habe ihm der Zusammenhalt der Vereinsmitglieder im Rahmen der Kampagne 2014, der ihm eine zweite Amtszeit bescherte. Und er lobte das Engagement seines Nachfolgers: „Er ist ein Arbeitstier und hat 90 Prozent der Listenvertreter angeworben.“

Gerne sähe er mehr Vertreter der jüngeren Generationen in den Reihen der Wählergemeinschaft, sagte der vierfache Vater von Rebay. Ein „junger Nachrücker“ heißt Fabian Kunte und sitzt neuerdings im Beirat. Den Vize-Vorsitz übernimmt Christian Zollner, Schatzmeister bleibt Otto Kühnl. Die Kasse prüfen Georg Reik und Michael Sturm. Neue Schriftführerin ist Silke Kamm, Carsten Neder wurde als Pressesprecher bestätigt. Jeder von ihnen einstimmig.

Nachdem der Rückblick ausblieb, warf der neue Vorsitzende einen Blick in die Zukunft. Um sozusagen den Bürgerwillen zu ertasten, plant die Wählergemeinschaft Umfragen. Über den Inhalt der Fragebögen beraten die Mitglieder Ende Mai. Die Antwortbögen können die Bürger anschließend in insgesamt neun Briefkästen werfen, die in den Ortsteilen Weßling, Oberpfaffenhofen, Hochstadt und Weichselbaum aufgestellt werden sollen. Das ganze Prozedere im Internet durchzuführen sei schwierig, sagte von Rebay. Unter anderem sei es sehr aufwendig zu verhindern, dass sich nicht ein und derselbe Bürger mehrmals beteiligt und so das Ergebnis verfälscht. Als Themen stehen die Situation der Jugend in Weßling, soziales Leben, Nahversorger und natürlich der Verkehr zur Diskussion.

Als „Brennpunkt“ bezeichnete von Rebay die Hauptstraße. Aber auch der zunehmende Verkehr in Hochstadt und Oberpfaffenhofen spiele eine Rolle. Und abgefragt werden sollen aktuelle Aufgaben der Politik wie Artenschutz und Energie. Ganz nach dem Motto „Wind und Sonne nutzen“.

Michèle Kirner